Produkte AdBlue

Einblick in das operative Management und die Verteilung von AdBlue in Industrie- und Automobilsystemen

Das AdBlue-Management erfordert die Einhaltung strenger Standards, um die Flüssigkeitsqualität und die einwandfreie Funktion von SCR-Systemen zu gewährleisten. Der Einsatz spezieller Ausrüstung und kompatibler Materialien ist unerlässlich, um Verunreinigungen zu vermeiden und das Risiko von Ausfallzeiten zu minimieren.

Die korrekte Handhabung von AdBlue basiert auf drei entscheidenden Aspekten:

  • Die Reinheit der Flüssigkeit, selbst geringfügige Verunreinigungen durch Staub, Metalle oder Schmierstoffe können den Katalysator beeinträchtigen.
  • Materialverträglichkeit: Aufgrund der korrosiven Eigenschaften ist die Verwendung von Edelstahl und speziellen Polymeren erforderlich; reaktive Metalle sind zu vermeiden.
  • Bei der Kristallisationskontrolle kann der Kontakt mit Luft zu festen Ablagerungen führen, die Pumpen und Leitungen verstopfen.

Eine ordnungsgemäße Betriebsführung setzt daher geschlossene Systeme, zertifizierte Komponenten und die Überwachung der Betriebsbedingungen voraus, um Kontinuität, Sicherheit und Zuverlässigkeit über die Zeit zu gewährleisten.

Was ist AdBlue und warum ist Qualität so wichtig?

Aus technischer Sicht ist AdBlue eine Lösung, die in der internationalen Norm ISO 22241 als AUS 32 (wässrige Harnstofflösung) definiert ist und deren Standardzusammensetzung Folgendes umfasst:

  • 32,5 % technisch reiner Harnstoff
  • 67,5 % hochreines deionisiertes Wasser

Diese Zusammensetzung gewährleistet die optimale chemische Reaktion in SCR-Systemen, in denen Harnstoff in Ammoniak umgewandelt wird, um Stickoxide in den Abgasen zu reduzieren. Die ISO-Norm definiert außerdem präzise Grenzwerte für verschiedene chemische Parameter, darunter:

  • Harnstoffgehalt
  • Vorhandensein von Biuret
  • Alkalinität (als NH₃)
  • unlösliche Rückstände
  • Aldehyde
  • Konzentration von Metallen wie Eisen, Kupfer, Zink oder Nickel

Jegliche Verunreinigungen, wie beispielsweise Spuren von Metallen oder Staub, können die chemische Reaktion im SCR-Katalysator verändern und zu Fehlfunktionen, Ablagerungen oder einer Verringerung der Effizienz des Abgasreinigungssystems führen. Um die Wirksamkeit der Flüssigkeit zu erhalten, muss daher jeder AdBlue-Transfervorgang mit Geräten durchgeführt werden, die höchste Reinheit gewährleisten und den Kontakt mit Ölen oder Kraftstoffen verhindern.

Physikalisch-chemische Eigenschaften, die für Lagerung und Verteilung relevant sind

Die Dichte von AdBlue beträgt bei 20 °C etwa 1090 kg/m³. Es handelt sich um eine Flüssigkeit mit einer ähnlichen Viskosität wie Wasser. Ein kritischer Aspekt für die Logistik ist der Gefrierpunkt von AdBlue , der bei etwa -11 °C liegt. Ein professioneller AdBlue-Zapfsäule muss daher so konstruiert sein, dass er diesen Eigenschaften standhält und die Flüssigkeit vor extremen Temperaturen schützt, die zur Kristallisation oder chemischen Zersetzung des Produkts führen könnten.

ISO 22241: Lagerung und Stabilität in der Lieferkette

Die Produktstabilität über die Zeit wird durch die Norm ISO 22241 geregelt. Die Haltbarkeit von AdBlue hängt stark von den Lagerbedingungen ab. So sinkt sie beispielsweise von 36 Monaten bei Lagerung unter 10 °C auf nur noch 12 Monate bei Temperaturen über 30 °C. Für eine sichere Lagerung sollte AdBlue idealerweise zwischen -5 und +25 °C aufbewahrt werden.

Kompatible Materialien für AdBlue-Pumpen und -Verteilersysteme

Die Wahl der Komponenten ist entscheidend, um schädliche chemische Reaktionen zu vermeiden. AdBlue-Leitungen müssen aus beständigen Materialien wie Edelstahl oder speziellen Kunststoffen wie Polyethylen bestehen. Metalle wie Kupfer, Zink oder Messing sind hingegen absolut verboten, da sie die Flüssigkeit irreversibel verunreinigen. Je nach Bedarf können Sie sich für eine manuelle AdBlue-Pumpe für kleinere Nachfüllvorgänge oder für komplexere pneumatische Systeme für den intensiven Gebrauch entscheiden.

Korrekte AdBlue-Befüllung

Beim Nachfüllen von AdBlue® ist unbedingt darauf zu achten, den Tank nicht zu überfüllen. Eine Überfüllung führt zum Überlaufen der Flüssigkeit, die beim Verdunsten feste Harnstoffrückstände hinterlässt. Diese können Ventile und Sensoren verstopfen. AdBlue®-Zapfsäulen mit automatischen Zapfpistolen helfen, diese Fehler zu vermeiden und schützen gleichzeitig die Fahrzeugoberflächen vor der leicht korrosiven Wirkung der Lösung.

Pump- und Verteilsysteme für Fässer, IBCs und Tanks

Die Systemkonfiguration sollte anhand des Verbrauchsvolumens gewählt werden. Für 200-Liter-Fässer werden Pumpen mit geringer Förderleistung empfohlen, während für Anwender, die regelmäßig eine AdBlue-Station mit 1000-Liter-IBC-Tanks nutzen, Komplettsets die beste Lösung darstellen. Diese Systeme gewährleisten Förderleistungen von bis zu 30 Litern pro Minute und ermöglichen so schnelle und sichere Transfervorgänge.

Bewährte Verfahren für Installation, Verwendung und Wartung

Um die Unversehrtheit der Flüssigkeit zu gewährleisten, müssen die Behälter stets verschlossen und vor Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden. Sobald der Gefrierpunkt von AdBlue erreicht ist, muss das Produkt langsam bei Temperaturen von maximal 30 °C auftauen. Die regelmäßige Wartung von Anschlüssen und Dichtungen ist die beste Methode, um Leckagen zu vermeiden und die maximale Effizienz des Pumpensystems sicherzustellen.

Ausrüstung und Systeme für die Verteilung von AdBlue

Für den Betrieb einer effizienten Tankstelle ist die Auswahl zertifizierter Ausrüstung, einschließlich AdBlue-Zählern zur Verbrauchsüberwachung, unerlässlich. Nachfolgend einige Beispiele.

  • Pneumatikpumpen : Hergestellt aus korrosionsbeständigen Materialien (Edelstahl oder Technopolymeren), gewährleisten sie einen konstanten und sicheren Durchfluss.
  • Handpumpen : Lösungen aus Polypropylen oder Edelstahl zum Umfüllen aus Fässern. Leicht und robust, gewährleisten sie maximalen Schutz vor Verunreinigungen während des Transports.
  • Verteilersets : Komplettsysteme auf Wagen oder für IBCs, entwickelt für sauberes, abfallfreies Betanken.

Durch den Einsatz spezieller, der Norm ISO 22241 entsprechender Komponenten wird sichergestellt, dass die Flüssigkeit den Motor unverunreinigten erreicht, wodurch die SCR-Technologie geschützt und außerordentliche Wartungskosten drastisch reduziert werden.

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